top of page

🌅 Januar & Februar 2026 – Hoffnung wächst weiter

Projekt Cap-Haïtien – Wenn Kinder im Wasser schlafen



In den vergangenen Wochen haben wir uns intensiv mit der Situation unserer Kinder in Cap-Haïtien beschäftigt. Die Bilder, die Caleb uns geschickt hat, sprechen eine deutliche Sprache – und sie sind schwer zu ertragen.

Viele der Kinder leben in extrem einfachen Unterkünften. Häuser aus Holzresten, Blech und unverputzten Steinen. Böden aus gestampfter Erde. Dächer, die bei starkem Regen undicht werden. In einigen Fällen gibt es nur einen einzigen Raum für mehrere Personen. Privatsphäre existiert praktisch nicht.

Doch das größte Problem zeigt sich während der Regenzeit und bei Hurrikans.

Wenn die starken tropischen Regenfälle einsetzen, verwandeln sich ganze Wohngebiete in Schlammfelder. Das Wasser läuft ungehindert in die Häuser. Es gibt keine funktionierende Kanalisation. Kein Abwassersystem. Kein Schutz.

Caleb hat uns Fotos geschickt, auf denen man sieht, wie das Wasser durch die Türöffnungen in die Häuser strömt. Betten stehen im Wasser. Matratzen werden durchnässt. Kleidung schwimmt auf dem Boden. Kinder schlafen auf erhöhten Brettern oder versuchen, trockene Ecken zu finden. Manche Nächte verbringen sie im Sitzen, weil der Boden völlig überflutet ist.

Wenn ein Hurrikan das Land streift, wird aus Regen schnell eine Gefahr für Leib und Leben. Dächer können abgedeckt werden. Wände stürzen ein. Stromleitungen fallen aus. Ganze Straßenzüge stehen unter Wasser. Und die Kinder – sie bleiben dort. Ohne sicheren Zufluchtsort.

Diese Realität betrifft nicht nur einzelne Familien. Ganze Viertel sind betroffen. Armut, fehlende Infrastruktur und politische Instabilität verschärfen die Situation zusätzlich. Reparaturen sind kaum möglich, weil Material teuer ist und Einkommen fehlen.

Für uns als Projekt stellt sich deshalb eine zentrale Frage:

Wie können wir nicht nur Schulgebühren zahlen, sondern auch echte Sicherheit schaffen?

Bildung bleibt wichtig. Aber ein Kind, das nachts im Wasser schläft, kann sich am nächsten Morgen nicht auf Mathematik konzentrieren.


Die Fotos aus den Wohngebieten zeigen:

  • überflutete Böden

  • instabile Wände

  • beschädigte Dächer

  • improvisierte Schlafplätze

  • Kinder, die dennoch versuchen, zur Schule zu gehen


Diese Kinder kämpfen jeden Tag. Und sie verdienen mehr als nur kurzfristige Hilfe.

In den kommenden Monaten wollen wir prüfen:


Insbesondere fehlt es an Nahrungsmitteln. Den größten Hunger versuchen wir durch Essenspakete zu lindern. Dennoch fehlen auch uns dafür teilweise die Mittel


  • Welche Häuser sind akut gefährdet?

  • Wo können kleine bauliche Verbesserungen schon helfen?

  • Gibt es Partnerorganisationen für einfache, sichere Bauprojekte?

  • Wie können wir Notfallmaßnahmen für die Regenzeit organisieren?


Cap-Haïtien ist kein Einzelfall. Aber es ist unser Verantwortungsbereich.

Die Bilder, die Caleb gemacht hat, erinnern uns daran: Hinter jeder Schulnote steht ein Kind. Und hinter jedem Kind steht eine Lebensrealität, die wir ernst nehmen müssen.

Wir werden weiter berichten.


Neues aus dem FMCS

Die ersten Monate des Jahres waren geprägt von Aufarbeitung, Stabilisierung und neuem Mut.

Nach einer Phase organisatorischer Veränderungen mussten zunächst offene Rechnungen aus den vergangenen Monaten geklärt werden. In den Zeiten vor Umstrukturierung entstanden leider Lücken – Lieferanten warten, Schulgebühren bleiben stehen, Verpflichtungen summieren sich.

Für uns war klar: Verantwortung bedeutet, diese Altlasten zu ordnen.

Im Januar konnten mehrere offene Posten beglichen werden – insbesondere für Lebensmittel und Schulgebühren. Damit wurde Vertrauen wiederhergestellt und Stabilität geschaffen.

Nicht mit großen Worten. Sondern mit klaren Schritten.


🍲 Sicherheit beginnt mit einem vollen Teller


Lebensmittelpreise sind in Haiti massiv gestiegen. Trotzdem ist es uns gelungen, die Versorgung der Kinder für mehrere Wochen zu sichern.

Wenn hier am Abend Licht brennt und gekocht wird, dann ist das keine Selbstverständlichkeit. Es ist Schutz. Es ist Geborgenheit. Es ist ein Stück Normalität in einem schwierigen Umfeld. Zu Weihnachten konnten wir für die Kinder und Jugendlichen ein Festessen veranstalten. Außerdem gab es für die Kinder dieses Jahr neue Kleidung.


☀️ Warum eine neue Solaranlage?


Der öffentliche Strom in Jacmel ist teuer und extrem unzuverlässig. Stundenlange Stromausfälle gehören zum Alltag.


Das bedeutet:

  • Kein Licht zum Lernen

  • Kein sicheres Kühlen von Lebensmitteln

  • Kein verlässlicher Betrieb von Geräten


Deshalb haben wir in eine leistungsstarke Solaranlage investiert.

Diese Entscheidung war nicht Luxus – sondern Notwendigkeit.

Jetzt können:

  • die Kinder auch abends lernen

  • Lebensmittel sicher gelagert werden

  • die Sicherheit im Haus verbessert werden

Es ist eine Investition in Unabhängigkeit.



🌿 Gemeinsam anpacken


Besonders berührend war zu sehen, wie die Kinder selbst mitgeholfen haben.

Sie haben:

  • beim Streichen der Wände geholfen

  • den Garten gesäubert

  • Unkraut entfernt

  • beim Aufräumen unterstützt

Sie übernehmen Verantwortung für ihr Zuhause.

Das verändert etwas im Herzen.

Sie sind nicht nur Empfänger von Hilfe –sie sind Teil des Aufbaus.


🌍 Die Realität in Haiti


Die Situation im Land bleibt schwierig. Unsicherheit, wirtschaftliche Not und zunehmende Bandenaktivität treffen vor allem Familien mit wenig Einkommen.

Viele Kinder brauchen dringend Schutz und Perspektive.

Deshalb planen wir, wieder jüngere Kinder aufzunehmen.

Nicht unkontrolliert. Nicht unüberlegt. Sondern Schritt für Schritt – stabil und verantwortungsvoll. So werden wir in Zukunft auch den Paten wieder jüngere Kinder zuordnen können, die momentan nach Entlassung ihres Patenkindes einen bereits älteres Paten-Jugendlichen übernommen haben. Dafür müssen wir uns bei euch/Ihnen ganz herzlich bedanken.

Haiti braucht Orte der Sicherheit. FMCS soll so ein Ort bleiben.



🎓 Bildung bleibt der Schlüssel


Trotz aller Herausforderungen besuchen die Kinder weiter ihre Schulen. Abschlussklassen stehen vor wichtigen Prüfungen. Berufliche Perspektiven entstehen.

Jede bestandene Klasse ist ein kleines Wunder.



💛 Was wir gelernt haben


Stabilität entsteht nicht von allein. Sie wird erarbeitet.

Wir haben:

  • offene Rechnungen geklärt

  • Strukturen verbessert

  • Verantwortung neu geordnet

  • langfristige Lösungen geschaffen

Und wir gehen weiter.

Nicht laut. Nicht spektakulär. Aber entschlossen.



🙏 Danke


Eure Unterstützung macht das alles möglich.

Ein Beitrag wird hier zu:

  • Licht in der Dunkelheit

  • einem sicheren Bett

  • einer Schulgebühr

  • einer Zukunft

Hoffnung wächst nicht durch Schlagzeilen. Sondern durch Treue.

Und genau diese Treue erleben wir durch euch.

Gemeinsam bauen wir weiter. 💛

 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Diese Kinder brauchen noch Paten

Im Oktober beginnt auch in Haiti wieder die Schule. Deshalb müssen die Kinder baldmöglichst angemeldet werden, damit sie nicht noch ein...

 
 
 

Kommentare


Find us: 

Schmalbrockskamp 4 in 59320 Ennigerloh Deutschland

Spendenkonto: 

Sparkasse Münsterland-Ost 

IBAN: DE35 4005 0150 0034 1166 57                  BIC/SWIFt:      WELADED1MST

Call us:

02528-950750

bottom of page