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  • Thomas Diehl

2015

Februar 2015

Trotz vieler Sorgen: Kursabwertung des Dollar (30% unserer Finanzen!), Finanzierungsprobleme für das Wohn-und-Bürohaus des Heimleiters Marat, steigende Lebenshaltungs- und Baukosten (ca.20%) und erneute Verschlechterung der Allgemeinen Lage in Haiti (wieder oft Stromausfälle, Ausfälle der öffentlichen Wasserleitung, komme ich mit vielen positiven Eindrücken aus Haiti zurück.

Alle Kinder sind nun in den beiden neuen großen Wohnhäusern untergebracht. Beide Häuser sind innen komplett verputzt. Beide untere Etagen sind fertig gestellt. (Fliesen, Strom, Duschen, Toiletten). Fenster und Türen sind auf den unteren Etagen eingebaut. Jedes Kind hat nun ein eigenes sauberes Bett. Einfache Regale (aus dem Container), Bettwäsche und Stofftiere geben den Kindern mehr Individualität. Der Essens-raum im Mädchenhaus wird gleichzeitig als Gesellschafts- und Fernsehraum genutzt. Hierfür wurden 4 große Tische mit angebauten Bänken gekauft. Zurzeit wird noch die Küche fertig gestellt. Fliesen und eine Spüle sowie eine Gefriertruhe sind geplant. Der Platz zwischen Küche und Speisezimmer soll noch betoniert werden. Da die öffentliche Wasserleitung zeitweilig nicht funktioniert, wird nun noch eine Zisterne gebaut, damit wir eine autarke Wasserversorgung haben. Die medizinische Untersuchung war komplett unauffällig. Alle Kinder sind gesund und munter. Sie sind alle gut genährt und haben keine Mangelerscheinungen. Ein Kind, das die Mutter vor ihrer Ausreise in die Dominikanische Republik einfach im Heim zurückgelassen hatte, wurde inzwischen von ihrer Mutter wieder angenommen. 3 zusätzliche Kinder haben wir aufgenommen. Sie heißen Alie, Lukner und Emannuel.

Das Problem Auto gestaltete sich sehr schwierig. Beide Fahrzeuge sind nicht mehr einsetzbar. Der Bus ist nicht mehr zugelassen. Der Ford Pickup springt nicht mehr an. Der Mechaniker aus Jacmel ist nicht in der Lage ihn zu reparieren. Wir werden versuchen ihn nach PaP bringen zu lassen. Dort gibt es eine Werkstatt mit einem Fehlerdiagnosegerät. Der Transport ist aber sehr schwierig. Eigentlich wollten wir einen gebrauchten Bus kaufen. Leider mussten wir feststellen, dass gebrauchte Fahrzeuge in Haiti kaum, oder wenn nur zu stark überteuerten Preisen zu erhalten sind. Nach langer Suche hatten wir dann doch noch Glück. Wir konnten einen 2 Jahre alten ISUTZU Pickup mit Doppelkabine für einen akzeptablen Preis (17.000 US$) kaufen.

Die Schule läuft gut und die Kinder erhalten einen qualitativ guten Unterricht. Sorgen machen uns die Kinder aus der Umgebung. Die Eltern der jetzt insgesamt 24 zusätzlichen Kinder sind anscheinend nicht in der Lage das geringe Schulgeld (ca. 40 US$/Jahr) zu zahlen. Deshalb mussten wir die Schulspeisung für die auswärtigen Kinder leider einstellen. Wie wir hier auf Dauer verfahren, müssen wir beizeiten entscheiden.

Auch den beiden Studenten geht es gut. Dieuphete, der Medizinstudent macht weiter gute Fortschritte. Er ist inzwischen umgezogen, er lebt in einer einfachen Wohnung mit 2 Zimmern und ein kleiner Toilette mit einfacher Duschgelegenheit. Er hat seine 18 jährige Cousine bei sich aufgenommen, die ihre Eltern verloren hat. Sie geht noch in die Schule (8. Klasse). Marco (Lehramt) geht es ebenfalls gut. Junior, den wir ein halbes Jahr bei uns in Deutschland hatten, hatte eine Woche vor meinem Besuch einen Rückfall. Er war wieder auf sein Knie gefallen. Wir hoffen, dass es dieses Mal nicht so schlimm wird. Für Junior bezahlen wir noch die Schulgebühren.

Gedanken machen wir uns bereits, wie wir allen unseren Kindern einen vernünftigen Beruf ermöglichen können. Wir haben einige Ideen und werden in den nächsten Monaten prüfen, wie man sie in Haiti umsetzen kann. Wenn es konkreter wird, werden wir darüber berichten. Natürlich würden wir uns auch über Ideen von euch freuen.

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